Was ist PRINCE2?

Weil sich Projekte vom normalen Tagesgeschäft unterscheiden, stellen sie besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Dabei ist es wichtig Zeit, Kosten und Umfang zu steuern. Außerdem müssen Chancen und Risiken gemanagt werden. Überdies muss die gewünschte Qualität und ein klarer Nutzen geliefert werden. Hierzu sind Projektmanagementmethoden, wie PRINCE2, hilfreich. Denn sie geben den Projektbeteiligten einen gemeinsamen Rahmen und Strukturen innerhalb derer alle handeln. Genauso wie das Framework PMBOK (Project Management Body of Knowledge), ist PRINCE2 (Projects in Controlled Environments) eine der weltweit verbreitetsten Projektmanagementmethoden.

Auf einen Blick

Die PRINCE2-Methode zeichnet sich durch produktbasierte Planung aus. D.h., dass, im Gegensatz zu vielen anderen Projektmanagementmethoden, die Planung nicht durch Aktivitäten bestimmt wird. Denn die Eigenschaften von Produkten (materieller als auch immaterieller Art) bilden die Grundlage für die Planung. Überdies zeichnet sich die Projektsteuerung durch klar definierte Phasen, Prozesse und Verantwortungsbereiche aus. Außerdem fokussiert sie auf die fortlaufende Rechtfertigung des Projekts. Deshalb ist eine regelmäßige Aktualisierung und Prüfung des Business Cases wichtig. Jedes PRINCE2-Projekt basiert auf einer Kunden-Lieferanten-Beziehung. Dementsprechend vertritt der Lenkungsausschuss alle relevanten Interessensgruppen (Nutzer, Auftraggeber, Lieferant). Dabei obliegt die finale Entscheidungsgewalt dem Auftraggeber. Die Projekte sind in überschaubare Managementphasen, die gut zu kontrollieren sind, aufgeteilt. Das Rahmenwerk ist skalierbar. Hierdurch lässt es sich auf die Anforderungen unterschiedlicher Projekte anpassen.

PRINCE2 wird aus vier Puzzleteilen zusammengesetzt: Sieben Grundprinzipien, sieben Themen, sieben Prozesse und die Projektumgebung.

7 Grundprinzipien

Die sieben Grundprinzipien sind:
1. fortlaufende geschäftliche Rechtfertigung
2. Lernen aus Erfahrungen
3. definierte Rollen und Verantwortlichkeiten
4. Steuern über Managementphasen
5. Steuern nach dem Ausnahmeprinzip
6. Produktorientierung
7. Anpassung an die Projektumgebung

Diese Grundsätze bilden das Fundament für das Projektmanagement gemäß der PRINCE2-Methodik.

7 Themen

Die sieben Themen sind Teilaspekte des Projektmanagements nach PRINCE2. Unter dem Strich werden sie in allen Phasen und Prozessen der Projektabwicklung berücksichtigt und behandelt. Die Themen sind:

1. Business Case
2. Organisation
3. Qualität
4. Pläne
5. Risiken
6. Änderungen
7. Fortschritt

7 Prozesse

Die sieben PRINCE2-Prozesse beschreiben alle Schritte und Aktivitäten, die für die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts benötigt werden:

1. Vorbereiten eines Projekts
2. Lenken eines Projekts
3. Initiieren eines Projekts
4. Steuern einer Phase
5. Managen der Produktlieferung
6. Managen eines Phasenübergangs
7. Abschließen eines Projekts

Die Prozesse finden über alles Phasen verteilt statt.  Schließlich sind sie für die verschiedene Ebenen (Lenken, Managen oder Liefern) wichtig.

Projektumgebung

Projekte unterscheiden sich in Umfang, Wichtigkeit, Risiko und vielen weiteren Punkten. Somit hat jedes Projekt individuelle Anforderungen. Folglich muss die PRINCE2 Projektmanagementmethode an diese Anforderungen und die Projektumgebung angepasst werden. Aufgrund der sehr guten Skalierbarkeit, eignet sich die Methode für Projekte jeglicher Art und Größe.

Haben Sie weiter Fragen? Dann sprechen Sie uns an. Denn wir helfen Ihnen gerne Ihr Projekt zum Erfolg zu führen.

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